Berufsorientierung

Unser Ziel ist es, alle Schüler*innen schrittweise auf die Anforderungen im Berufsleben vorzubereiten. Berufsorientierung ist daher zentraler Bestandteil des Unterrichts in den Klassen 8 bis 10.

Gut vorbereitet auf den Start ins Berufsleben

Bei der Berufsorientierung kooperieren wir mit den Beratungsstellen der Bundesagentur für Arbeit und des Integrationsfachdienstes (Ifd). Genauso bedeutend ist für uns die enge Zusammenarbeit mit den Eltern. So gelingt es, die Schüler*innen beim Übergang von der Schule in den Beruf oder zu einer weiterführende Schule (Berufskolleg oder gymnasiale Oberstufe) individuell zu beraten und zu unterstützen.

Kein Abschluss ohne Anschluss

Die LVR-Johanniterschule nimmt teil an der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule – Beruf in NRW“ (KAoA). Ab Klasse 8 ist das Thema Berufsorientierung daher zentraler Bestandteil unseres Unterrichts. Unser Ziel ist es, alle Jugendlichen entsprechend ihrer Fähigkeiten und Stärken auf das spätere Erwerbsleben vorzubereiten. Dazu bieten wir (fächerübergreifende) Unterrichtsreihen und Förderstunden an und setzen die Standardelemente des KAoA-Bausteins "Schule trifft Arbeitswelt" (STAR) um. Das sind unter anderem die Potenzialanalyse, Berufsfelderkundungen und gezielte Praktika. Ziel ist es, die Schüler*innen dabei zu unterstützen, die eigene Berufsbiografie selbst zu planen und zu gestalten, um eine fundierte und eigenverantwortliche Berufswahlentscheidung zu treffen. Dabei beziehen wir den Umgang mit der eigenen Sehbeeinträchtigung in Alltag und Beruf stets mit ein und klären über die Rechte auf, die damit einhergehen.

Schüler*innen im Gemeinsamen Lernen können ebenfalls – neben den Angeboten an den allgemeinen Schulen – die spezifischen Standardelemente für Sehbeeinträchtigte von KAoA-STAR an der Johanniterschule nutzen.

Berufsorientierung an der Johanniterschule

Klasse 8 – Sensibilisieren

  • Schnupperpraktikum (drei Wochen)

  • Teilnahme an der Potenzialanalyse und dem Baustein „Funktionales Sehen“

  • Erhalt des Berufswahlpasses und erste Arbeit mit diesem Portfolioinstrument

  • Berufsbezogene Auseinandersetzung mit der eigenen Sehbehinderung

  • Schreiben von Bewerbungen (Unterrichtsreihe im Fach Deutsch)

Klasse 9 – Konkretisieren

  • Erstes Betriebspraktikum (drei Wochen)

  • kontinuierliche Arbeit mit dem Berufswahlpass

  • Besuch des Berufsinformationszentrums (BIZ) der Agentur für Arbeit in Duisburg im Rahmen von wechselnden, außerschulischen Berufsorientierungsveranstaltungen

  • Seminar zur Vorbereitung auf Praxisphasen (Angebot des Integrationsfachdienstes und der Agentur für Arbeit)

  • Training arbeitsrelevanter Sozialkompetenzen (TASK)

  • Teilnahme an den Berufsfelderkundungen

  • Kennenlernen des Berufskollegs und der beruflichen Bildungseinrichtung für Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung in Soest (mit Eltern)

  • Kennenlernen von Werkstätten für Menschen mit Behinderungen

Klasse 10 – Entscheiden

  • zweites Betriebspraktikum (drei Wochen)

  • Unterstützung bei der Wahl einer weiterführenden Einrichtung, zum Beispiel Berufskolleg, Berufsförderungswerk, Werkstatt für Menschen mit Behinderungen

  • Festlegen von konkreten Handlungsschritten zur Übergangsgestaltung im Rahmen Berufswegekonferenzen mit der Agentur für Arbeit und dem Integrationsfachdienst

  • Begleitung des konkreten Bewerbungsprozesses

  • Hilfsmittelnachsorge durch den Schülerpool des Landschaftsverbands Rheinland

Maßnahmen für alle Klassenstufen

  • Elterninformationsabend zur Aufklärung über den Prozess der Beruflichen Orientierung an der LVR-Johanniterschule

  • Berufswegeplanung im Kontext von regelmäßigen Berufswegekonferenzen mit der Agentur für Arbeit, dem Integrationsfachdienst (Ifd) und den Erziehungsberechtigten

  • Beratung durch Ifd und Studien- und Berufsorientierings-Koordinator*innen

  • Arbeit mit dem Berufswahlpass als Portfolioinstrument

  • Gezielte berufsorientierende Unterrichtsreihen im Fach Arbeitslehre sowie fächerübergreifend

Ansprechpersonen